Zenimax erhebt Klage gegen OculusVR
Virtuelle Geste: Designlegende John Carmack zeigte auf der E3 die Zukunft seiner Doom-Reihe mit einem VR-Headset.

Zenimax erhebt Klage gegen OculusVR

Vor drei Tagen nahm der Streit zwischen Zenimax und OculusVR eine offizielle Wende. Zenimax reichte nun Klage beim Bundesgericht in Texas gegen das VR-Startup aus Kalifornien ein. Hintergrund der Klage ist einerseits der Streit um John Carmacks Wechsel zu Oculus VR im Spätherbst 2013 und andererseits der Kauf von OculusVR durch Facebook, bei dem nun OculusVR ein sagenhafter Wert von über zwei Milliarden US-Dollar beigemessen wurde.

Die Vorwürfe, die nun Zenimax das erste mal genauer ausführte, sind wohl nicht völlig aus der Luft gegriffen. Zenimax bezieht sich auf die Anfangszeit der Oculus Rift Entwicklung. Hier hatte der junge Palmer Luckey den erfahrenen Software-Entwickler John Carmack kennengelernt und mit ihm seine Idee einer VR-Brille geteilt. Die Weltöffentlichkeit hielt die Oculus zu diesem Zeitpunkt für eine Brille, die zumindest unter Mithilfe von John Carmack weiterentwickelt worden sei. Ob dieser Eindruck auch der Realität entspricht, darüber müssen wohl final die Gerichte entscheiden.

Zenimax jedenfalls führt eine wesentliche Mitentwicklung an der OculusVR an, schließlich habe nicht nur Carmack, sondern gleich mehrere Mitarbeiter, die Zenimax aber nicht benennt, sollen hier wesentliches Know-How beigetragen haben. Es handle sich dabei um Code, geheime Handelsinterna und nicht näher spezifiziertes VR-Know-How, das Zenimax angeblich nach Jahren der Forschung und hohen Investitionen erlangt hätte. Auch hier müssen wohl die Gerichte deren Wirksamkeit und Relevanz prüfen. Schwer wird hier wiegen, dass Palmer Luckey wohl ein NDA (Non-Disclosure-Agreement) unterzeichnet hatte. Dieses Vorgehen von Unternehmen vor einem Austausch mit anderen Firmen oder Einzelpersonen ist marktüblich. Insofern kann wohl davon ausgegangen werden, dass Luckey eines tatsächlich zeichnen musste, bevor er in den Austausch mit John Carmack gehen konnte. Dieses könnte natürlich jetzt vor Gericht eine besondere Bedeutung zukommen.

Ebenfalls schwer bei Gericht könnte wiegen, dass laut Zenimax der Spielehersteller mehrfach versuchte habe in Gespräche mit OculusVR zu treten um eine angemessene Kompensation zu erhalten. Dies wäre von OculusVR rundheraus abgelehnt worden. Zenimax sieht allerdings, dass die Oculus Rift nach ihrer Ansicht auf wesentlichen Grundlagen von Zenimax entwickelt worden sei. Mit dem hochdotierten Verkauf an Facebook fühlt sich das Unternehmen auch bestätigt.

Eine Antwort von OculusVR steht immer noch aus.

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