True Player Gear ist noch nicht reif für die Masse
Sorgt für Aufsehen: Der Totem Prototyp von True Player Gears

True Player Gear ist noch nicht reif für die Masse

In einem Interview mit Road to VR erklärt Bertrand Nepveu, CEO und Gründer von True Player Gear, warum sich das Team so viele Jahre Zeit gelassen hat, mit ihrem Totem HMD an die Öffentlichkeit zu treten. Um es mit wenigen Worten zu sagen: Das Headset halten die Kanadier noch nicht ausgereift genug, um damit an den Massenmarkt heranzutreten.

We know that our product isn’t mass market ready yet, and we still have a few milestones to achieve. We want to build a core group of fans that are willing to experiment a little bit, and then once we nail all of the core problems, we can go mass market.

Sich selbst sieht Nepveu nicht als Oculus-Rivalen, sondern eher als Wegbegleiter mit dem gleichen Ziel:

I don’t see Oculus as a competitor, right now I see them as a fellow company who is trying to make VR the next big thing.

Eigenen Einschätzungen zufolge ist True Player Gear noch einen bis zwei Monate von einem pressefähigen Muster entfernt. Erst dann wollte man sich an die Öffentlichkeit wagen. Durch den OculusVR-Kauf durch Facebook wollte man den Entwicklern aber sagen, es gäbe noch eine andere Alternative. Die ganze Aufmerksamkeit, die eine Ankündigung des Totem HMD nach sich ziehen würde, wollte True Player Gear indes nicht. Insbesondere auf die Skeptiker hätte man gerne verzichtet, die sogar die lange Entwicklungszeit anzweifeln. Nepveu erzählt aber sehr ausführlich den Beginn seiner Reise, als er 2004 auf die Suche nach den ersten Komponenten ging. Von einer Entwicklung zu sprechen ist für diesen Zeitpunkt sicher noch zu früh, eher ein Bastelprojekt, das er mit zwei VGA-Panels anging. Trotzdem behauptet Nepveu, dass die Entwicklung zügig voranschritt und True Player Gear den dritten Prototypen des Totem auf der CES einigen Firmen zeigten.

Auf der CES möchte Bertrand Nepveu ausgewählten Firmen den Prototypen des Totem vorgestellt haben.

Der dritte Prototyp der VR-Brille Totem sah eher wie eine Nachtsichtbrille aus.

Im weiteren Verlauf geht Nepveu auch näher auf die Technik ein. Insbesondere zu den beiden Frontkameras erklärt er interessante, wenngleich naheliegende Details.

They are multipurpose. There are two 1080p cameras on the front. Passthrough will work right out of the box. Once you have the optics set up, you won’t need to wear your glasses. We have our own optics optimized for an OLED screen. They will be able to focus for you to compensate for your prescription. You want to find your keyboard and not take off your HMD, you hit a button and you will be able to see through the cameras. We will also use them for positional tracking. There are several thoughts on how to do this. We felt the best way to do it would be the way the brain does it, similar to what Valve showed. With two cameras, you can calculate distance and depth with external markers, probably LEDs, strategically placed in your environment.

So kann das Head Mounted Display praktisch auf Durchzug geschalten werden, damit man es für Echtwelt-Interaktionen nicht abnehmen muss. Auch können die stereoskopischen Kameras Marker im Raum erfassen und so eine absolute Positionierung ermöglichen (Anm. d. R.: Valve zeigte positional tracking mit QR-Codes).

Interessant sind auch seine Ausführungen zur Anpassbarkeit des Headsets. So möchte das Team die Interpupillardistanz auf der Software-Seite regeln. Mit 1080p Kameras sei die Auflösung so groß, dass das Bild mit Crop und Pan-Mechaniken an das eigene Sehen angepasst werden kann. Auch Fehlsichtigkeiten möchte True Player Gear etwas anders lösen, als bei der Oculus Rift. Zwei Stellschrauben verändern den Abstand von Linse zum Display und kann so großzügig Fehlsichtigkeiten ausgleichen.

Demnächst möchte Nepveu mit einem Kickstarter-Projekt die Vorserie von etwa 2000 Development Kits finanzieren. Zu den Preisen äußerte er sich nicht konkret, verwies aber auf die etwas aufwändigere Technik im Totem. Alleine die zwei Kameras treiben den Preis natürlich etwas nach oben.

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