Sony stellt VR-Projekt Morpheus vor
Sonys Project Morpheus soll PS4-Spieler in den Genuss von VR bringen.

Sony stellt VR-Projekt Morpheus vor

Auf der GDC präsentierte Sony jetzt seine Version eines VR-Headsets für Gamer. Zielgruppe für das Morpheus getaufte Projekt sind Kunden der Playstation 4, für die Sonys Headset exklusiv erscheinen wird. Im Gegensatz zu den Vorstößen von OculusVR und Avegant konzentriert sich Sony aber auf die Themen Eingabe und Implementierung und weniger als erwartet auf die Hardware.

Sony ist kein Neuling was das Thema VR-Headsets anbelangt. Mit dem Personal Viewer HMZ-T1, dem T2 und seiner jüngsten Weiterentwicklung dem Personal Viewer HMZ-T3W hat Sony bereits seit über zwei Jahren Head Mounted Displays im Angebot. Allerdings liegt das T3W mit seinen Straßenpreisen weit über 1000 Euro (Listenpreis 1300 Euro) jenseits des Massenmarktes und ohne die Sensoren eines VR-Headsets ist es eher ein tragbares Kino. Mit der Ankündigung ein eigenes VR-Headset für Gamer zu etablieren, erwarteten Brachenkenner auch den nächsten Zug von Sony: das Runterbrechen der T3W-Technik auf ein akzeptables Preisniveau. Genau das ist auch passiert. Sieht man sich die Hardware zum Projekt Morpheus an, so hat sie deutliche Anleihen beim großen Bruder. Das Design mit dem nach oben gezogenen Bügel für die Stirn ist den Erfahrungen mit der T1W, dem Sony-Urahn, geschuldet. Hier drückte das Gewicht der gesamten Brille auf der Nasenwurzel und für mehr als Filme schauen in leicht rückwärtsgelehnter Grundhaltung war die Brille nicht zu gebrauchen. Besser machte es die T3W und Morpheus lässt auch hier noch einmal auf Verbesserungen hoffen. Offensichtlich wurde Morpheus nicht nur mit dem Ziel geschaffen, VR-Headsets von Sony günstiger zu machen, sondern auch der Tragekomfort sollte an die deutlich dynamischeren Situationen angepasst werden.

Technisch ist Morpheus jetzt kein Hexenwerk und liegt mit den Prototypen von Oculus gleich auf. Avegant dürfte bezüglich der Anzeige-Technik die Nase vorne haben, aber gerade was Tracking und VR-Immersion anbelangt sind sie wohl hier eher zweiter Sieger. Was steckt nun drinnen im Morpheus Headset? Genaues lässt Sony natürlich nicht aus dem Sack. Aber folgende Specs wurden schon einmal vorab verraten:

  • Auflösung (beide Augen): 1920×1080
  • Displays: Wahrscheinlich OLEDs
  • Horizontales Sichtfeld 90 Grad
  • Headtracking mit 1000 Hz
  • Motion Capture Punkte für Sonys PS4-Kamera
  • Anschluss mittels HDMI (daher auch nur eine Brille je Konsole)
  • Adapter schleift das HDMI-Bild zum Fernseher durch
  • 3,5 mm Klinkenadapter am Headset, damit man eigene Kopfhörer direkt anstecken kann

Technisch ist Projekt Morpheus damit sehr nahe dem Crystal Cove Prototypen von OculusVR. Da OculusVR aber bereits mit stereoskopischen Kameras in der Brille experimentiert, hier dürfen wir sehr auf das Development Kit 2 und vor allem auf die Consumer Version 1 gespannt sein, dürfte die Rift hier immer noch die Nase vorne haben. Entsprechend hat Sony deutlich betont, dass Morpheus sich bis zum Release auch noch ändern kann.

Deutlicher Vorteil für Sonys Konzept ist jedoch die Integration in die eigentliche Spielwelt. Sony kennt nunmal seine Controller. So steht neben den Move-Controllern auch noch der neue Dual Shock 4, ebenfalls mit einer Move-Leuchte, zur Verfügung und wird auch schon von vielen Spielen unterstützt. Beide dienen dem Tracking mit der Stereo-Kamera der PS4 (und vorher natürlich der Mono-Cam der PS3). Sowohl OculusVR, als auch Avegant konzentrieren sich auf die Headsets und deren Tracking. Bei der Lösung des Eingabe-Problems bleiben die Software-Entwickler auf sich gestellt. Anders bei Sony. Hier gibt es jahrelange Kooperationen mit den Spieleherstellern und ein etabliertes, eindeutiges Hardware-Umfeld. Diesen Vorteil möchte Sony auch nutzen. Schon jetzt gingen tausende Prototypen an die Entwicklungsstudios. Vor allem die Engine-Hersteller wie zum Beispiel Epic oder auch Crytek wurden bereits bedacht. Die Liste der unterstützenden Spiele-Studios liest sich so auch wie das Branchenbuch. Im Grunde fehlt kein großer Player und auch keine große Engine. Inwieweit OculusVR und Avegant hiervon profitieren, lässt sich noch nicht abschätzen. Klar ist allerdings, dass Sony hier Türen aufstößt, die den beiden bislang verschlossen blieben. In ihrer geschlossenen PS4-Welt bleibt Projekt Morpheus auch alternativlos und für spätere Software-Ports müssen sich die Spiele-Entwickler dann schon einiges einfallen lassen.

1

Warning: array_key_exists(): The first argument should be either a string or an integer in /www/htdocs/w011db1f/3DRealms/wp-content/themes/adams/inc/sidebars-default.php on line 291

Warning: array_key_exists(): The first argument should be either a string or an integer in /www/htdocs/w011db1f/3DRealms/wp-content/themes/adams/inc/sidebars-default.php on line 292

Latest Tweets

    Please check your internet connection.