Sony Promo-Video zum HMZ-T3W

Sony HMZ, die Dritte: Jetzt wirds kabellos

Zwei Headsets mit Fokus auf Filmfans hat Sony nun schon herausgebracht. Auf das HMZ-T1 und das HMZ-T2 folgt nun wie kaum anders zu erwarten das HMZ-T3W. Das hat nicht nur einen sehr coolen futuristischen Look bekommen, sondern auch eine neue Zielgruppe, nämlich die der mobilen Anwender. Offenbar hat Sony hier vom Konkurrenten Zeiss gelernt, der seine Cinemizer OLED auch gerne über exklusive Airline-Angebote wie den Miles&More-Shop der Lufthansa vertreibt.

Das Sony HMZ-T3W hat seine technischen Wurzeln in den beiden Vorgängerversionen, was sich auch gut an den Spezifikationen ablesen lässt. Wieder einmal setzt Sony auf sein Hochgeschwindigkeits-OLEDs. Zwei 0,7-Zoll-Panels stecken unter dem Hochglanz-Verdeck. Je Auge liefern sie immer noch 1280×720 Bildpunkte. Auch der Blickwinkel hat sich zum Vorgänger nicht verändert. Sony selbst beschreibt die Wirkung mit dem Blick auf ein 750-Zoll-Panel auf 20 Meter Entfernung. Dieser Tiefeneindruck stimmt natürlich nicht, auch wenn das Sichtäquivalent stimmen mag. Allerdings steckt viel Fortschritt im T3W. So wurde der in der zweiten Version sehr unangenehme Sweetspot-Effekt deutlich reduziert. Der zentrale Fokusbereich ist nun wesentlich größer und die Unschärfe zum Rand fällt nicht mehr so ins Gewicht. Auch die Abstimmung zwischen Optik und OLED ist besser geworden. Der Bildeindruck hat also im Spielebereich deutlich und im Filmmodus immer noch bemerkbar zugenommen. Farben wirken kräftig und dank eines sehr fortschrittlichen Bildaufhellers sind jetzt auch dunkle Passagen in Spielen deutlich klarer. Dieser Dunkel-Szenen-Modus lässt sich über das OSD ein- und ausschalten. Gleiches gilt für einen neuen Kino-Modus für Filme oder das Undersizing des Bildes auf 70% wenn einem in Spielen der Bildeindruck zu gewaltig erscheinen mag.

In Sachen Tragekomfort hat Sony nachgelegt. Das Headset wurde noch einmal um ein paar Gramm leichter und sitzt dank neu gestaltetem Tragesystem relativ bequem auf dem Kopf. Die Straps haben jetzt auch zwei weiche Polster, die den Druck an den beiden wichtigsten Stellen abfangen. Natürlich muss man noch den Kopfhörer auf die 330 Gramm des Headsets zulegen, aber da der nur über das Headset angeschlossen wird, aber nicht teil davon ist, kann man selbst bestimmen wie viel Extragewicht man für den Ton in Kauf nehmen möchte. Auch hier hat Sony nachgebessert. Blockierte noch die alte Sichtblende das bequeme Tragen eines On- oder Over-Ear-Kopfhörers, so kann man jetzt bequem auch große Hörmuscheln auswählen.

Ähnliches gilt für die Sichtblenden. Während man im Filmbetrieb vielleicht gerne noch Teile seiner Umwelt wahrnehmen möchte, so stören diese gewiss bei Videospielen. Entsprechend legt Sony entsprechende Sichtblenden bei, die sehr akurat den Außenbereich und damit auch Streulichter abschirmen.

Der größte Clou am neuen Headset ist aber die kleine Eingangsbox. Sie kann bequem in der Hosentasche Platz finden, beliefert aber das Headset nicht nur mit Strom, sondern nimmt auch die Eingangs-Signale auf. Diese können klassischerweise von der bei der HMZ-Reihe mittlerweile üblichen Controller-Box (jetzt übrigens auch mit drei HDMI-Eingängen) oder von einem Mobilgerät stammen (ein Micro-HDMI-Ausgang oder entsprechender Adapter vorausgesetzt). Allerdings kann die kleine Eingangsbox nicht nur an die Controller-Box gekabelt werden, sondern kann das Videosignal auch wireless empfangen. In diesem mobilen Modus liefert die Eingangs-Box auch gleich die Stromversorgung für die Brille. Diese braucht im Vergleich zu den Vorgängern etwa 30% weniger und der Akku hält dadurch ungefähr drei Stunden. Das reicht bei weitem für einen Filme-Abend, wenn man nicht gerade vorhat alle drei Teile des Herrn der Ringe in der Extended-Version zu genießen.

Insgesamt ist das HMZ-T3W eine gelungene Weiterentwicklung des HMZ-T2. Als Minuspunkte auf der Liste stehen immer noch die fehlenden Sensoren für VR-Erfahrungen. Bei Zeiss lässt sich wenigstens ein entsprechender Sensor nachrüsten. Aber vielleicht klappt es ja dann mit der HMZ-T4.

Insgesamt ist das T3W kein günstiger Spaß. Für 1300 Euro lässt sich auch ein vergleichsweise großer Fernseher kaufen. Natürlich ist der 3D-Effekt mit einem Shutter- oder Polarisations-System deutlich madiger, aber dem T3W fehlt es etwas an Innovationskraft. Es macht alles, was seine Vorgänger bereits konnten und bis auf den Wireless-Mode und den Akku-Betrieb hat sich aber auch nur wenig getan. Mit der Oculus Rift, der Glyph und weiteren Wettbewerbern im Rücken, könnte man einen gewissen Druck unterstellen.

Die technischen Daten:

  • Display-Typ: 2x OLED
  • Seitenverhältnis: 16:9
  • Auflösung je Auge: 1280×720
  • Field of View: 45 Grad
  • Farbraum: RGB 24Bit LUT
  • Sicht-Äquivalent: 750 Zoll bei 20 Meter Distanz
  • Kopfhörer: Anschlüsse 3,5 mm Klinke
  • Kabellänge zwischen Headset und Eingangs-Box: 1,2 Meter
  • Gewicht Headset: 320 Gramm
  • Gewicht Akku-Einheit: 210 Gramm
  • Abmessungen Headset: ca. 190 x 270 x 150 mm (ohne Bänder)
  • Abmessungen Prozessor-Einheit: 150 x 31 x 107 mm
  • Abmessungen Eingangs-Box: 80x96x120 mm
  • Stromverbrauch 11 Watt
  • Anschlüsse: HDMI 1.4a Input, Passtrough HDMI 1.4a Output
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