Runde 2: OculusVR antwortet Zenimax
Statt der alten Controller-Box kommt jetzt mit der Oculus DK2 eine Kamera fürs Position Tracking.

Runde 2: OculusVR antwortet Zenimax

Nach den Vorwürfen von Zenimax gegenüber OculusVR, John Carmack hätte wertvolles geistiges Eigentum bei seinem Wechsel mitgenommen, folgt jetzt die offizielle Antwort von OculusVR.

We are disappointed but not surprised by Zenimax’s actions and we will prove that all of its claims are false. In the meantime, we would like to clarify a few key points:

  • There is not a line of Zenimax code or any of its technology in any Oculus products.
  • John Carmack did not take any intellectual property from Zenimax.
  • Zenimax has misstated the purposes and language of the Zenimax non-disclosure agreement that Palmer Luckey signed.
  • A key reason that John permanently left Zenimax in August of 2013 was that Zenimax prevented John from working on VR, and stopped investing in VR games across the company.
  • Zenimax canceled VR support for Doom 3 BFG when Oculus refused Zenimax’s demands for a non-dilutable equity stake in Oculus.
  • Zenimax did not pursue claims against Oculus for IP or technology, Zenimax has never contributed any IP or technology to Oculus, and only after the Facebook deal was announced has Zenimax now made these claims through its lawyers.
  • Despite the fact that the full source code for the Oculus SDK is available online (developer.oculusvr.com), Zenimax has never identified any ‘stolen’ code or technology.

Man sei enttäuscht, aber nicht überrascht über die Handlungen von Zenimax und möchte den Beweis antreten, dass alle Vorwürfe falsch sein. Bis dieser Beweis erbracht sei, möchte OculusVR gerne ein paar Behauptungen klarstellen.

  • Es gäbe nicht eine Zeile Code von Zenimax in einem Oculus Produkt oder einer Oculus-Technik.
  • John Carmack habe kein geistiges Eigentum der Zenimax entwendet.
  • Zenimax würde ein Non-Disclosure Agreement (Anm. d. R.: übliche Stillschweigensvereinbarung) falsch interpretieren, das Palmer Luckey gezeichnet hatte.
  • Einer der Hauptgründe für den Weggang von John Carmack im August 2013 war, dass Zenimax ihn von der Arbeit an Virtual Reality abhielte und in allen Unternehmensbereichen die Forschung am Thema eingestellt habe.
  • Zenimax stellte die VR-Unterstützung für Doom 3BFG ein, als OculusVR sich weigerte eine nicht nichtteilbare Beteiligung von Zenimax an Oculus zu vergeben.
  • Zenimax habe keine Forderungen an IP (intellectual property – geistiges Eigentum) oder Technik von Oculus gestellt, Zenimax habe auch nie mit IP oder Technik zu Oculus beigetragen, lediglich jetzt nach dem Facebook-Verkauf verkündeten Zenimax seine Forderungen durch deren Anwälte.
  • Unabhängig vom Fakt, dass der komplette Source Code des Oculus Software Development Kit Online erhältlich sei, habe Zenimax nie „gestohlenen“ Code oder Technik identifiziert.

Dieses Statement hat natürlich keine Rechtsgültigkeit und auch keine Verbindlichkeit. Dies wird wohl von den Anwälten zu klären sein, ebenso wie die Beurteilung ob das, was in Carmacks Kopf steckt, auch ihm gehört. Schon beim Code wird die Beweislage schwierig. Wenn hier nicht Code 1:1 kopiert worden ist, wird es schwierig für Zenimax hier einen vernünftigen Beweis zu führen.

Mit der Verlautbarung von OculusVR möchten die VR-Entwickler wieder Deutungshoheit gewinnen. Hier ist der Druck deutlich sichtbar, der wohl gerade auf der Führungsmannschaft liegt. Die Drohung der Klage von Zenimax alleine reicht um wichtige Fortschritte zu verzögern und gefährdet darüber hinaus auch noch den Facebook-Deal.

Interessant sind die Ausführungen zu Doom 3 BFG. Ursprünglich wurde in der Kickstarter-Kampagne das DK1 mit diesem Titel gebundelt. Später wurde grundlos die VR-Variante des Spiels aus dem Paket genommen und die Backer erhielten stattdessen einen Gutschein für Steam. Eine Erklärung wurde für diesen Schritt nie geliefert, aber aus den Ausführungen ist zu schließen, dass hier wohl schon länger Zoff in der Luft liegt. Dazu passt auch der Satz, man sei enttäuscht, aber nicht überrascht gewesen.

Verlieren werden wohl am ehesten momentan die Oculus-User und Fans der Elder Scrolls Spiele. Hier gibt es derzeit zwar einen inoffiziellen Treiber, aber ob jemals eine offizielle Unterstützung erfolgen wird, wagen wir unter diesen Umständen zu bezweifeln.

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