Auf der Connect wurde der neue Rift-Prototyp Crescent Bay enthüllt.

OculusVR: Crescent Bay Prototyp vorgestellt

Auf der Oculus Connect stellte Brendan Iribe, CEO von OculusVR, den nächsten Prototypen des VR-HMDs Rift vor. Unter dem Namen Crescent Bay liefern die Entwickler wesentliche Verbesserungen gegenüber dem aktuellen Developer Kit auf Basis des Crystal Cove Prototypen. Bessere Auflösung, Sound-Integration, 360 Grad Tracking und weiter reduzierte Latenz sind die Eckpfeiler auf denen der neue Proto ruht.

Die auffälligste Neuerung am Crescent Bay Design sind die nun am Head Mounted Display angebrachten Kopfhörer. Sie befinden sich seitlich knapp hinter dem Haupt-Kunststoff-Gehäuse, das nur eine geringe Weiterentwicklung zum aktuellen DK2 darstellt. Die flexiblen Stretch-Bänder, die bislang die Brille in Position hielten, sind Kunststoff-Schienen, Spangen und Bändern gewichen. Dadurch können die beiden Kopfhörer direkt mit dem Tragebügel verbunden werden. Bei den gezeigten Kopfhörern handelt es sich um typische On-Ear-Pads mit geschäumten Kissen. Sehr wertig sehen die beiden Muscheln nicht aus. Drinnen steckt aber zumindest softwareseitig reichlich Know-How. Hier hat sich OculusVR Hilfe von Realspace3D geholt. Damit soll es möglich sein, die Geräusche noch besser an die Spielerposition und Blickrichtung anzupassen.

Neu am Gehäuse ist auch die Anordnung der Infrarot-LEDs. Diese dienen der Frontkamera nach wie vor als Tracking-Targets. Bei Crystal Cove befanden sich diese ausschließlich an der Frontplatte. Was zur Folge hatte, dass das Tracking bei sehr weit abgewandten Blickpositionen fehlerhaft war. Bei zu steilen Winkeln war nur noch die Koppelung der Gyro-Informationen möglich. Mit Crescent Bay sind die LEDs jetzt auch an den Seiten des Gehäuses verteilt. Das Tracking ist dadurch nun auch bei Winkelspannen von 250 bis 270 Grad hochzuverlässig. Um die von OculusVR genannten 360-Grad-Tracking-Reichweite zu ermöglichen, sind auf der am Hinterkopf befindlichen Trapezspange weitere IR-LEDs angebracht.

Die letzte große Neuerung und damit die wohl wichtigste Hardware-Änderung im Vergleich zum DK2 ist das Display. Anstatt 1920×1080 Bildpunkte auf zwei Augen zu verteilen, liefert der Crescent Bay Prototyp eine deutlich höhere Auflösung. Welche genau, verschweigt OculusVR noch. Doch die Bilderfahrung lässt durchaus Rückschlüsse zu. So erscheint das Bild sehr ähnlich zur Erfahrung mit dem GearVR. Die Auflösung je Auge ist deutlich feiner. Es dürfte sich mindestens um ein WKUXGA oder ein 4K-Display handeln. Aufgrund der langen Kooperation mit Samsung und auch der farbliche Eindruck legen nahe, dass es sich um das gleiche OLED-Display handelt, dass auch im Galaxy Note 4 eingesetzt wird. Dieses hätte eine Auflösung von 2560×1440 Pixeln (4K) und eine Diamond-Anordnung als Fortsetzung der bisherigen Pentile Matrix Displays.

Der Bildeindruck des Crescent Bay Prototypen ist gewaltig. Brendan Irvine benannte in seiner Eröffnungskeynote zur Connect als das oberste Ziel von VR-Technik ein Gefühl von Präsenz zu schaffen. Eine Immersion, die vergessen lässt, dass Hardware nötig ist, um in virtuelle Welten einzutauchen. Mit Crescent Bay hat OculusVR dieses Ziel noch lange nicht erreicht, aber im Vergleich zum DK2 sind die Entwickler diesem Ziel nun wesentlich näher gekommen.

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