Brendan Iribe im Interview mit Peter Rubin

Oculus Rift Consumer Version noch Monate entfernt

Auf dem Websummit 2014 in Dublin gab Brendan Iribe, CEO von OculusVR, den Anwesenden Entwicklern, Startup-Gründern und Investoren einen Einblick in das Leben bei OculusVR nach der Übernahme durch Facebook. Interviewed wurde er dabei vom Wired-Redakteur Peter Rubin.

Das vergangene Jahr hatte bei OculusVR einen starken Schwerpunkt auf Recruiting gehabt. Noch mehr, nachdem der Facebook-Deal zustande gekommen sei. Iribe betonte, wie explosiv er das Wachstum schon davor empfunden habe, als die Firma seit Gründung von unter zehn auf gut 50 Mitarbeiter angewachsen sei. Aber nur in diesem Jahr habe man die Belegschaft vervierfacht. Mittlerweile arbeiten über 200 Menschen an den Virtual Reality Ideen und Produkten. Er sei stolz auf das Team, dass sie mittlerweile zusammengestellt haben.

Nachdem die Sturm-Phase der Personalbeschaffung abgeschlossen ist, möchte sich Oculus vermehrt um Grundlagen-Forschung bemühen. Noch seien viele Probleme nicht gelöst um den Endkonsumenten mit einem VR-Headset zu versorgen. Insbesondere das unter Motion Sickness bekannte Phänomen physischen Unbehagens bis zur Übelkeit unter einer VR-Brille möchten die Entwickler noch in den Griff bekommen. Bis zum Erscheinen der Consumer Version möchte Iribe das Thema entschärft sehen, in zwei oder drei Jahren rechnet er damit, dass die Branche dieses Thema bis dahin hinter sich gelassen hat.

We are getting much closer. Its month not necessarily years away.  It’s many month, not a few month.

Zum Erscheinungstemin der Consumer Version (CV) der Oculus Rift hielt er sich sehr bedeckt. Man sei auf einem guten Weg, aber noch einige Monate entfernt, aber keine Jahre mehr. Vor allem müsste das Produkt noch weiter entwickelt werden. Noch gäbe es eine Reihe von Baustellen, die zu bearbeiten sind. Das Design soll mehr in Richtung einer Skibrille gehen und vor allem fehlt es an einem guten Eingabegerät. Die erste Frage nach dem Aufsetzen einer VR-Brille meint Iribe, sei immer die Frage nach den Händen. Wir sind gewohnt in der echten Welt mit unseren Händen zu interagieren. Damit das Gefühl von Präsenz stimme, müsse man das Thema Eingabegeräte lösen. Dieser Kommentar Iribe deckt sich mit den kommunizierten Plänen von Oculus einen VR-Controller zu entwickeln und auch mit den Gerüchten, dieser sei mit der CV1 oder kurz danach erhältlich.

We are not shipping, until we get it right.

Das eigentliche Headset sei technisch nahezu fertiggestellt. Mit dem Crescent Bay Prototyp hat man schon einen gutes HMD, auch wenn Iribe betont, Crescent Bay sei zwar sehr gut, aber lediglich ein Produkt, mit dem die eigentliche Reise beginnt.

Vor Konkurrenz füchtet sich Iribe nicht. Ganz im Gegenteil. Der CEO stellte klar, dass er andere VR-Initiativen begrüße und auf viele gute Produkte hoffe. Dass dies keine leeren Worte seien, kommentierte er mit dem Beispiel, dass die Führungsmannschaft von Sonys Projekt Morpheus eingeladen war, um Prototypen als Erste zu sehen. Iribe möchte, dass die ganze Branche weiterkommt und vor allem möchte er verhindern, dass der VR-Markt durch unausgereifte Produkte verbrannt wird. Iribe geht davon aus, dass es noch viele Produkte geben wird und auch, dass am Ende nur ein paar davon übrig bleiben werden. Er hofft, dass OculusVR einer der Überlebenden sein wird. Aber jetzt wolle man erstmal die Vision von VR weitertreiben.

1

No Comments

Leave a Reply


Warning: array_key_exists(): The first argument should be either a string or an integer in /www/htdocs/w011db1f/3DRealms/wp-content/themes/adams/inc/sidebars-default.php on line 291

Warning: array_key_exists(): The first argument should be either a string or an integer in /www/htdocs/w011db1f/3DRealms/wp-content/themes/adams/inc/sidebars-default.php on line 292

Latest Tweets