So funktioniert das Ultra-High-Density Display von Nvidia.

Nvidia vervierfacht die Auflösung bei VR-Displays

Ein Forschungsteam bei Nvidia hat sich dem Problem der sichtbaren Pixel bei aktuellen HMD-Modellen angenommen. Mit einem technischen Kniff erhöhten die Entwickler um den Forscher David Luebcke die Pixeldichte eines LCDs und eliminierten dabei den Fliegengitter-Effekt, den Betrachter auch noch immer bei aktuellen Development Kits aktueller VR-Brillen erleben. Zwar arbeiten die Entwickler der Display-Hersteller an immer höheren Pixeldichten, aber einer Vervierfachung sind wir derzeit nicht einmal nahe.

Im Grunde wirkt die Arbeit von Nvidia erstmal wie Bastelarbeit im Hobbykeller: Aus zwei baugleichen LCDs entfernten die Forscher den Shutter bei einem, um ihn vor das andere Display zu setzen. Dabei wird der Shutter um eine halbe Subpixel-Breite horizontal und vertikal versetzt. Jedes Subpixel wird nun von vier Schaltflächen umgeben. Diesen schichtweisen Aufbau nennt Nvidia kaskadierende Displays.

Die Idee mehrere Shutter hintereinander zu setzen, ist in der Tat nicht so neu. Ein Novum ist aber das kleine Verschiebespielchen und der technische Kniff dahinter. Damit die viermal höhere Adressierbarkeit auch relevant wird, müssen die Shutter und die Bildinhalte so angeordnet werden, dass in unserem Auge ein flüssiges höher aufgelöstes Bild verschmilzt. Die beiden Shutterflächen wirken daher additiv zeitgleich und zuätzlich gibt es noch eine multiplikative Komponente durch die Darstellung zweier verschiedener Bilder. Da die Shutter-Ebenen hintereinander schalten, erhöht sich auch die wahrgenommene Bildfrequenz und im Bewegtbild werden zusätzlich die Kanten weicher und der Verlauf flüssiger. Da bei Kopfdrehungen gerne mal 2000 Pixel/s Scroll-Geschwindigkeit unter einem HMD auftreten, wäre das ein zusätzlicher Nutzen der Technologie.

Einen Haken hat der Plan von Nvidia allerdings durchaus. Den größten Screendoor-Effekt liefert derzeit das DK2 der Oculus Rift. Zwar hat der gegenüber dem DK1 deutlich nachgelassen, aber gut sichtbar ist das Gitter trotzdem. Im DK2 steckt eine Coverplate des Galaxy S3 mit dem zugehörigen AMOLED-Panel. Dieses hat etwa 320 ppi (pixel per inch). Neuere OLEDs liefern aber bereits weit über 500 ppi. Sony verkündete Ende letzten Jahres sogar an einem OLED mit 2000 ppi zu arbeiten. Auch hochmoderne LCDs liefern bereits über 400 ppi. Es könnte also durchaus sein, dass Nvidia zwar eine sehr gute Idee hatte, aber trotzdem damit zu spät kommt. Fast alle HMDs planen den Einsatz von OLEDs. mit mindestens 500 ppi. Übertragen lässt sich die Kaskaden-Technik überdies nicht, da OLEDs selbst leuchten und nicht eine Hintergrundlichtquelle durchfärben. Trotzdem spannend, was Nvidia aus der alten Technik rauszuholen vermochte. Preislich wären die LCDs auf jeden Fall eine gute Alternative zu den High-End-OLEDs.

 

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