Infomatrix3D: Scannen statt modellieren

Infomatrix3D bringt die echte in die virtuelle Realität

Klassischerweise sind das Modellieren von 3D-Leveln und das Texturieren der Oberflächen sehr zeitaufwändige und damit sehr teure Posten bei der Erstellung von virtuellen Welten. Das polnische Team von Better Reality um Krysztof Plonka möchte mit seiner 3D-Scan-Lösung Infomatrix3D das Verfahren jetzt revolutionieren. Statt der manuellen Gestaltung von Leveln sollen echte Umgebungen in die virtuelle übersetzt werden. Better Reality geht dabei nicht mit einzelnen Modellen vor. Das Team behauptet, in kürzester Zeit nicht nur einzelne Objekte erfassen zu können, sondern Räume, Gänge und ganze Gebäude. Sich selbst bezeichnen sie als Experten des Innenraum-Scans.

Prinzipiell klingt die Idee auch sehr einfach. Man muss nach Meinung von Plonka nur die Auflösung des Scanners erhöhen. Das heißt in Zahlen in der besten Qualitätsstufe eine Textur-Auflösung von 100K, etwa für Filmproduktionen oder genauen 3D-Karten. Für Spiele scannt Better Reality mit 16K. Doch nicht nur was die Textur-Auflösung anbelangt definiert das polnische Team die Superlative. 3D-Modelle werden je nach Komplexität des Objekts mit bis zu 50 Millionen Polygonen. Auch hier gibt es die Modelle auch in 5 Millionen Polys, was bei aufwändigen Szenen auch High-End-Grafikkarten aus dem Takt bringen könnte.

Plonka möchte nicht nur Lösungen für die Gegenwart, weshalb er nicht nur die aktuelle Technik befeuern kann, sondern auch ausreichend Luft für künftige Projekte liefern. Derzeit verarbeitet die hochauflösendsten Aufnahmen ein 394 GHz Server-Cluster.

Das ganze klingt fast unglaublich, aber Better Reality hat auch sehr eindrucksvolle Beweise. Das Spielentwickler-Team von Farm51 arbeitet gerade an Get Even, einem Shooter, der im kommenden Jahr herauskommen soll. Der Trailer gibt nicht nur einen Vorgeschmack auf einen spannenden Titel, sondern zeigt auch beeindruckendste Innenaufnahmen.

Doch auch mit Real-Life-Anwendungen kann Better Reality dienen. so arbeiten die Entwickler an touristischen Ideen wie virtuellen Museumsrundgängen und Sightseeing-Touren. Diese könnten zum Beispiel mittels WebGL gleich direkt im Browser abgespielt werden. Denkbar wären natürlich auch Ideen rund um den eCommerce und das Marketing. Der erste virtuelle Shop wäre damit in greifbarer Nähe.

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