IFA 2014: Samsung stellt das Gear VR HMD vor
In seiner Patentschrift von 2013 beschreibt Samsung den Einsatz eines mobilen Devices in einem VR-Gehäuse.

IFA 2014: Samsung stellt das Gear VR HMD vor

Letztens geisterten bereits einige Bilder zu Samsungs neuer Virtual Reality Brille durch das Netz; Auslöser war ein Exklusiv-Artikel von Engadget zum Gerät. Mittlerweile gibt es mehr bestätigte Informationen. So wird das Samsung Gear VR offiziell auf der IFA in diesem Jahr zu sehen sein. Außerdem gelang es SamMobile in einer geleakten Gear VR App für Android Einstellmöglichkeiten und Bedienung des HMDs zu finden.

Samsung kooperierte bei der Entwicklung sehr eng mit OculusVR. Dieser Technologie-Austausch verlief beiderseits. Das erklärt auch, warum Entwickler, die ihre jüngst zugesandte Oculus Rift DK2 öffnen, darin tatsächlich eine Coverplate mit Display des Galaxy S3 Smartphones von Samsung finden, komplett mit Logo und Ausschnitten für Lautsprecher und Tasten. Auf der Samsung Gear VR Seite hingegen profitierte man in erster Linie wohl vom Know-How der Software-Entwicklung. Die Hardware stammt alleine von Samsung und das grundsätzliche Konzept unterscheidet sich schon sehr von dem der Oculus Rift.

So soll in das Gear VR ein Galaxy Gerät mit USB 3.0 eingesetzt werden, das System ist also modular aufgebaut. Passenderweise präsentiert Samsung auf der IFA auch gleich das Note 4, aber auch ältere Versionen sollen gut funktionieren. In erster Linie sollen damit natürlich die AMOLEDs der Smart Devices zur Anzeige genutzt werden. Auch wenn hier am Rande erwähnt werden sollte, dass die von Samsung produzierten OLEDs vom Typ Pentile Matrix sind und momentan eher eine schlechte Figur im Einsatz mit VR machen. Außer dem Display nutzt natürlich das Gear VR auch die Lage- und Beschleunigungssensoren um die Kopfbewegungen mit dem HMD zu erfassen. Auch die Samsung Spracheingabe wird im Gear VR eingesetzt um ohne Handeinsatz zu navigieren.

Das Gear VR ist momentan als Konzept zu bewundern. Über ein rot-schwarzes Plastikgehäuse soll das Galaxy-Device eingesteckt werden. Auf der rechten Seite befindet sich ein Knopf, der ein Pass-through des Kamerabildes ermöglicht. So sieht der Nutzer, was in der echten Welt passiert. Direkt unter diesem Knopf befindet sich ein kleines Touchpad, das die Bedienung des Devices im eingebauten Zustand ermöglicht. Weitestgehend ist das nicht neues. Bereits 2013 hatte Samsung eine Patentschrift dazu eingereicht. Diese Beschrieb ein Gehäuse um ein modular einzusetzendes Display auf LCD oder OLED-Basis.

Auf der Software-Seite möchte Samsung eine Reihe von Apps mit Gear VR anbieten. Außerdem wird es ein Gear VR SDK geben, in dem Entwickler sich mit ihren Anwendungen austoben dürfen. Ein paar Standard-Apps werden auf jedem Galaxy Gerät installiert werden, wie zum Beispiel der 3D-Viewer.

In der letzten Konsequenz müsste diese Integration es Samsung ermöglichen, die Kosten für die Brille massiv zu senken. Der Hersteller Durovis und auch das Kickstarter-Projekt Cmoar verfolgen ja ähnliche Ansätze und auch das Cardboard ist davon auch nur ein wenig entfernt. Reduziert auf das Wesentliche ist damit Virtual Reality für Samsung nichts anderes als ein nettes Zubehör für die eigenen Galaxy-Produkte, im Grunde in einer Linie mit Docking-Stations und Keyboard-Cases zu sehen.

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