Ein Eyetracker soll in der Fove für mehr Kontrolle auch ohne Kopfbewegung sorgen.

Fove: Eyetracker im Head Mounted Display

Der japanische HMD-Hersteller Fove Inc. behauptet von sich, dass er das erste HMD mit natürlicher Sicht ermöglicht. Gemeint ist damit, dass wir einen Großteil unserer Blicke auch ohne eine Kopfbewegung, sprich Drehung oder Neigung, schweifen lassen. Alles, was in einem angenehmen Schwenkbereich liegt, wird durch die Bewegung der Augen selbst abgedeckt. Das kann man mal getrost unter einer VR-Brille heutiger Heimkonzeption vergessen. Wer hier woanders hinblicken möchte, der muss auch seinen Kopf passend bewegen. Fove möchte das jetzt mit einem Eyetracker im gleichnamigen HMD ändern. Die Idee haben uns in der Tat auf der E3 gleich zwei weitere Lösungsanbieter erzählt, aber Fove behauptet von sich, dies auch bereits erreicht zu haben.

Außer der Absicht mit dem Eyetracker gibt es bislang noch keine technischen Infos.

Die Fove VR-Brille möchte als Erste mit integriertem Eye-Tracker aufwarten.

Über das eigentliche HMD ist bislang sehr wenig herauszubekommen. Natürlich werden darin Lagesensoren (3×3) verbaut sein müssen. Aber schon beim Display ergeht sich das Netz höchstens noch in Spekulationen. Tatsache hingegen ist, dass insbesondere die optische Komponente sehr spannend sein dürfte. Derzeitige HMDs liefern mit ihren Optiken ja klassische Hot-Spot-Schärfen: In der Mitte des Displays, direkt in der Blickmitte des Displays befindet sich der Bereich mit der größten Schärfe. Da im Rundschliff keine gleichmäßige Schärfe über das Mapping möglich ist, fällt diese zu den Randbereichen ab. Mit momentan verbauten Optiken wäre es also eher weniger vorteilhaft ein Eyetracking zur Fokus-Verschiebung einzusetzen, denn phsikalisch könnte das ein Stanard-HMD derzeit gar nicht einsetzen. Hier bleiben nur Ideen mit Fresnel-Linsen oder Lichtfeldern übrig und insbesondere bei letzterem wäre eine Fokusregelung zwar denkbar, aber höchst kontraproduktiv. Daher sind wir gespannt, wie dieses Thema in der Praxis umgesetzt ist.

In der Zwischenzeit erfreuen wir uns an dem Gedanken, dass Fove als erstes japanisches Unternehmen von Microsoft Ventures gefördert wird. Steckt dahinter vielleicht doch noch ein echter Versuch ein eigenes VR-Headset für die XBox One anzuschieben? Wohl eher nicht, denn nur aus einem Beteiligungsmodell wird keine integrierte Plattform. Wünschen darf man es den XBoxern auf jeden Fall, denn Häme mussten sie von den Playstation-Spielern und der zugehörigen Fachpresse schon genug einstecken.

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(1) Comment

  1. Pingback: Fove: Microsoft nährt XBox VR Spekulationen | 3D Realms

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