So sieht es aus, wenn der Teddy aus dem Drucker kommt.

Druck den Teddybär

Bei Disney denken die wenigsten an ein Hightech-Forschungsunternehmen. Aber weit gefehlt, denn Disney Research beschäftigt sich querbeet mit der Entwicklung neuer Technologien und Innovationen. Der jüngste Coup kommt aus dem Umfeld der Carnegie-Mellon-University und Disney Research Pittsburgh. Dort entwickeln die Wissenschaftler smarte Textilien für Spielzeuge. In diesem Rahmen fanden die Forscher ein Verfahren um Haare wie bei einem 3D-Druck-Verfahren zu verfilzen. Naturgemäß klappen Filztechniken nur mit echten Haaren, insofern sind die verwendeten Ausgangsmaterialien auch tatsächlich Tierhaare.

Die Haare werden wie bei einem klassischen 3D-Drucker-Schmelzschichtverfahren in Schichten übereinander gelegt und dann aber nicht verschmolzen, sondern ineinander verhakt. So lassen sich komplexe Formen mit und ohne Trägermedium in soften Materialien drucken. In der Natur der Sache liegt natürlich der plüschige Charakter der Objekte. Die Haare lassen sich zwar mit großer Präzision positionieren , unterliegen unmittelbar nach dem „Druck“ dann aber den natürlichen Beschränkungen textiler Stoffe und den natürlichen Eigenschaften von Tierhaaren. Trotzdem lassen sich erstaunlich gute Druckergebnisse mit dem Verfahren realisieren.

Der Druckkopf führt bei dem Verfahren mit einem Microfeeder die Tierhaare in den sogenannten Yarn Feed Head, einer Art Druckkopf. In diesem befindet sich eine servogetriebene Nadel, die den Garn direkt beim Verlegen in den bereits gedruckten Stoffkörper verhakt. Von der Grundidee ist das System einer Nähmaschine nicht ganz unähnlich. Die Nadel befindet sich in permanenter Auf- und Abbewegung, ergreift das im Garnzuführungsschacht steckende Garn und stopft es über den Nadelkanal in den Druckträger. Die Nadel fährt zurück, greift wieder neues Garn und stößt wieder nach unten.

Für das Rapid Prototyping eröffnet das Verfahren neue Möglichkeiten der Materialkombination. Bislang mussten textile Komponenten praktisch von Hand zugeschneidert werden, was alles andere als eben „rapide“ ist. Reif für eine Ablösung dieser Verfahren ist der Stoffdrucker natürlich noch nicht. Aber ein erster Schritt ist getan.

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