Der Datenhandschuh Peregrine
Der Peregrine ist weniger ein Datenhandschuh, als ein Tastatur-Ersatz.

Der Datenhandschuh Peregrine

Wie soll unter einem Head Mounted Display der Rechner bedient werden? Wenn nicht gerade ein alter 10-Finger-Blindschreiber unter der Haube sitzt, trübt die Suche nach der Tastatur gegebenenfalls das Spielerlebnis. Abhilfe hierfür kann der Datenhandschuh Peregrine schaffen. Der wurde zwar nicht für die virtuelle Realität geschaffen, aber er eignet sich blendend dafür.

Peregrine, oder genauer gesagt The Peregrine, wie ihn sein Erfinder Brent Baier von Iron Will Innovation nannte, sieht erst mal aus, wie ein Motorradhandschuh. In ihm steckt aber doch eine Menge mehr, als man auf den ersten Blick sieht. Der Fünf-Finger-Handschuh wird auf der linken Hand getragen, sodass die rechte immer noch für die Maus frei ist. Auch eine ganz normale Bedienung einer Tastatur zusätzlich zum Peregrine ist ohne weiteres möglich.

Der Peregrine-Handschuh ist nicht durchgehend aus dem gleichen Material gefertigt, sondern es wurden unterschiedliche Komponenten gemeinsam verwoben. So ist knapp die Hälfte der Handfläche mit einem feinen Netz bedeckt, das für eine angenehme Belüftung sorgen soll. Auch an der vom Daumen abgewandten Seite füllen die Netze den Raum zu den Fingerspitzen. Sehr auffällig ist die Edelstahlkuppe und auch verwunderlich. Die elektrische Leitfähigkeit von rostfreiem Stahl beträgt ungefähr ein Sechzigstel im Vergleich zu Kupfer. aus dieser Ausführung wird auch klar, dass der Daumen hier eine Kontaktfläche bildet. Die Gegenseite ist über die restlichen vier Finger verteilt. Insgesamt 18 dieser Kontakte sind in das Gewebe eingearbeitet und zur besseren Kenntlichkeit für den Nutzer abgesteppt. Neben der Daumenspitze gibt es noch zwei weitere Kontaktpads, eines auf der flachen Daumenseite und eine langer Streifen auf dem Handballen.

Über die Kombination aller Flächen lassen sich beim Peregrine über 30 verschiedene Aktionen durchführen. Welche genau lässt sich bequem über die mitgelieferte Software Glovebox programmieren. Einen eigenen Treiber benötigt der Handschuh übrigens nicht. Er arbeitet mit dem Standard-Treiber für USB HID Keyboards. Damit funktioniert er automatisch auch unter Mac und Linux. Lediglich die Tastenbelegung kann derzeit nur über einen Windows-PC geändert werden. Glovebox soll aber demnächst auch für Linux zur Verfügung stehen und für Mac gibt es derzeit schon eine Beta-Version. Übertragen und gespeichert wird die Programmierung für bis zu fünf Profile über das USB-Kabel. Auch die Eingabe rückwärts wird mittels USB durchgeführt. Am Handrücken befindet sich dazu ein Steckfeld mit Pogo-Kontakten. An diese Form lässt sich mittels Magnet-Snapper ein Pod-genannter Connector anschließen, in dem sich auch der Controller für den Handschuh befindet. So ist es auch mit angezogenem Handschuh beqeum möglich den Arbeitsplatz zu verlassen. Damit man auch angekabelt genügend Bewegungsfreiheit genießt, hängt der Pod an einem 1,8 Meter langem Anschlusskabel, das zu allen aktuellen USB-Standards ab 1.1 kompatibel ist. Mit nur 80mA bei 5V ist der Handschuh auch genügsam und dürfte keinen Anschluss überfordern.

Den Handschuh gibt es in den drei Größen Small, Medium und Large. Falls er dreckig wird, ist das auch kein Problem. USB-Pod abnehmen und mit Handwäsche lässt sich der Peregrine Glove in Minuten wieder reinigen. Wirklich günstig ist der Peregrine Glove nicht wirklich. Für das komplette Set werden 150 Dollar fällig. Ein Ersatz-Handschuh (oder auch eine weiterer in anderer Größe) kostet etwa 50 Dollar. Auf den Pod sollte man gut aufpassen. Mit knapp 100 Dollar ist er die teuerste Komponente.

Eine ausführliche Erklärung zum Peregrine liefert Brent Baier auch selbst per Video:

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